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Warum du Dinge hinterfragen solltest und warum nicht

16. Aug 2026

Alles zu hinterfragen wäre a) unmöglich und b) würde es dich ins Stocken bringen. Aber wann wäre es dann sinnvoll Dinge zu hinterfragen?

Wenn dein Bauch dir sagt: Moment! Wir alle kennen dieses leichte, flaue Gefühl im Bauch, beim Betrachten, dass etwas nicht stimmt. Warum ist das so? Die Antwort gibt uns einer der mächtigsten Kräfte in uns: Intuition.

Stehst du also genau vor so einer Situation bei der du nicht weißt, ob hier gerade alles mit rechten Dingen zugeht, stellst du dir folgende Frage:

"Wer profitiert davon, dass ich das glaube?"

Fehlersuche durch hinterfragen

Im Hinblick auf einen Fehler gehen wir allerdings schnell zu verkopft an die Sache ran. Man kennt das bei IT-Profis, die zum zehnten Mal ihren Kunden sagen: "Haben Sie das Gerät schon einmal neu gestartet?" Wir gehen in unserem Kopf einmal bis zum Urknall zurück, ohne dass wir das Offensichtliche hinterfragen. Sollte also beim nächsten Mal eine Ursache eines Fehlers dich in ein kompliziertes Gedankenkonstrukt schleudern, stelle dir die Frage zuvor:

"Hast du das Offensichtliche schon ausgeschlossen?"

Erst wenn du das ausgeschlossen hast, kannst du deinen Hirnschmalz aktivieren.

Dumme Fragen / Dumme Antworten

Wir bekommen vage, undetaillierte Antworten. Das liegt an einem Präzisionsproblem. Ein Wort, das alles kaputt macht: Warum?

Warum ist die Welt so schlecht? Warum bin ich faul? Warum stehe ich im Leben wo ich bin? Alles Fragen, die sich mit Antworten beantworten lassen, die einen großen Interpretationsspielraum geben.

Wir ändern leicht die Frageperspektive.

Nicht "Warum" sondern "Welche" oder "Was genau". Dadurch präzisierst du schlagartig deine Frage.

Welche Faktoren spielen eine Rolle, dass die Welt so schlecht ist? Was genau ist das Problem, warum ich so faul bin? Welche Rolle spielt mein Selbstbewusstsein, dass ich im Leben da bin wo ich jetzt bin.

Du merkst. Es wird präziser und genau. Dein Gegenüber oder du selbst können die Frage nur präzise beantworten.

Deine Learnings von heute:

Bei einem schlechten Bauchgefühl -> Hinterfrage: "Wer profitiert davon, dass ich das glaube?" Bei einem Fehler frage dich zuerst -> "Hast du das Offensichtliche schon ausgeschlossen?" Ersetze das Wort "Warum" durch "Welche" oder "Was genau".

Danke, dass du dir Zeit nimmst, meinen Blog zu lesen.

Grüße, Felix